Obwohl sich die humanitäre Lage in Äthiopien in den letzten vier Jahren insgesamt deutlich verbessert hat, sind nach wie vor Millionen Äthiopier aufgrund von Konflikten, Unsicherheit, klimabedingten Krisen (wie Dürren und Überschwemmungen) und anderen Naturkatastrophen (wie Erdbeben) vertrieben. Der brüchige Frieden im Norden Äthiopiens ist im September 2026 in erneute Gewalt umgeschlagen. Schwere Kampfhandlungen zwischen der Tigray People’s Liberation Front (TPLF) und den Streitkräften der äthiopischen Regierung schüren die Angst vor einer Rückkehr zu einem umfassenden Bürgerkrieg in der Region.
Die deutsche Hilfsorganisation Welthungerhilfe warnt, dass die Zahl der Hungernden weltweit steigt und gleichzeitig die Nahrungsmittel- und Transportpreise explodieren, so dass sich die Hungerkrisen global weiter ausweiten. Nach Angaben der Organisation hat sich Lage insbesondere am Horn von Afrika zugespitzt, wo 17 Millionen Menschen derzeit nicht mehr genug Nahrung zur Verfügung haben. In Äthiopien, Somalia und Kenia herrscht die schlimmste Dürre seit 40 Jahren.