Kritische Finanzierungslücken zwingen das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) dazu, seine Aktivitäten in Syrien erheblich einzuschränken. Am Mittwoch gab das WFP bekannt, dass es seine Nahrungsmittelsoforthilfe im Mai um 50 Prozent von 1,3 Millionen Menschen auf 650.000 reduziert und ein landesweites Brotsubventionsprogramm eingestellt habe, das täglich Millionen Menschen zugutekam.
Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) und das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) warnen, dass die Demokratische Republik Kongo (DRK, DR Kongo) weiterhin mit einer der weltweit größten und schwersten Hungerkrisen konfrontiert ist. Diese Warnung folgt auf die jüngste Analyse der Integrierten Klassifizierung der Ernährungssicherheit (IPC), die zeigt, dass über 26,5 Millionen Menschen – fast jeder vierte Kongolese – Schwierigkeiten haben, ihren Grundnahrungsbedarf zu decken.
Organisationen der Vereinten Nationen haben am Dienstag gewarnt, dass israelische Militäroperationen und die zunehmenden Angriffe von Siedlern im besetzten Westjordanland palästinensische Kinder töten und verstümmeln. Unterdessen haben in Gaza Zehntausende Menschen mit lebensverändernden Verletzungen keinen Zugang zu Prothesen oder Rehabilitationsmaßnahmen. Darunter sind rund 10.000 Kinder, die weiterhin keine lebenswichtige Behandlung erhalten können, da sich der Mangel an medizinischen Hilfsgütern und Rehabilitationsausrüstung in der Enklave weiter verschärft.
Massive Mittelkürzungen und der eingeschränkte Zugang für humanitäre Hilfe treiben den Jemen immer tiefer in eine katastrophale Gesundheits- und Hungerkrise. Hilfsorganisationen warnen, dass Millionen von Menschen unmittelbar gefährdet sind, da die Organisationen nicht in der Lage sind, lebensrettende Hilfe zu leisten. Diese Warnungen kommen zu einer Zeit, in welcher der Jemen weiterhin von einer der größten und komplexesten humanitären Krisen der Welt heimgesucht wird.
Die Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung (RCRC) warnt, dass sich die Lage im Südsudan zunehmend zuspitzt, da bewaffnete Konflikte, Gewalt, Krankheiten und Naturkatastrophen das Leben und die Lebensgrundlagen von Millionen Menschen im ganzen Land bedrohen. Nach Angaben der Vereinten Nationen benötigen aufgrund der prekären humanitären Lage im Südsudan 9,9 Millionen Menschen lebensrettende Hilfe, während kritische Finanzierungslücken die Situation weiter verschärfen.
Während der Krieg im Nahen Osten weiter schwelt, sind seine Auswirkungen weit über die Region hinaus zu spüren: Die Kosten für Lebensmittel, Treibstoff und humanitäre Hilfe steigen, und wichtige Versorgungswege werden unterbrochen. Für Millionen Menschen, die weltweit bereits in fragilen und von Konflikten betroffenen Gebieten leben, sind die Folgen unmittelbar und gravierend: verzögerte Hilfe, eingeschränkter Zugang zu lebensnotwendigen Gütern und zunehmende Not.
Das Amt der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) berichtet, dass die humanitäre Lage im Libanon trotz der Verlängerung des Waffenstillstands bis Mitte Mai weiterhin instabil und unberechenbar ist. Die Kampfhandlungen fordern weiterhin zivile Opfer. Am Donnerstag meldeten die libanesischen Behörden mehrere Luftangriffe und militärische Aktivitäten in Städten im Südlibanon, bei denen mindestens neun Menschen getötet und 13 verletzt wurden.