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  1. Humanitäre Nachrichten

Klima: Reichste Länder zweigen Gelder von den Ärmsten ab

Von Simon D. Kist , 23 Juni 2022

Die wohlhabensten Länder der Welt stocken die Klimafinanzierung mit Geldern auf, die von den Ärmsten der Welt abgezweigt werden, so ein neuer Bericht, der von der Nichtregierungsorganisation CARE International veröffentlicht wurde. Dem Bericht zufolge wird der Großteil der von den reichen Ländern gemeldeten öffentlichen Klimafinanzierung direkt aus den Entwicklungshilfebudgets entnommen, obwohl sie sich seit langem verpflichtet haben, neue Mittel bereitzustellen. Die Analyse der Nichtregierungsorganisation stützt sich auf Daten, die der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UNFCCC) gemeldet wurden, um zu beurteilen, ob diese gemeldeten Klimafinanzierungen tatsächlich "neu und zusätzlich" sind.  Der Bericht kommt zu dem Ergebnis, dass die G7 und andere Industrieländer die Definition von "neu und zusätzlich" ausgehöhlt haben, um ihre Klimafinanzierung zu hoch anzugeben. Diese überhöhten Angaben bedeuten, dass die reichen Länder in überwältigendem Maße Mittel, die für Gesundheit, Bildung, Gleichstellung der Geschlechter und Armutsbekämpfung vorgesehen waren, in die Klimafinanzierung umgeleitet haben.

Weitere Informationen

Vollständiger Bericht: Das ist kein neues Geld, CARE International, veröffentlicht am 23. Juni 2022 (in Englisch)
https://www.care-international.org/sites/default/files/2022-06/That%27s%20Not%20New%20Money_FULL_16.6.22.pdf

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