Im Juni 2026 erschütterten zwei schwere Erdbeben den nördlichen Teil Venezuelas und forderten mehr als 4.100 Todesopfer sowie mindestens 16.700 Verletzte. Diese Katastrophe verschärfte eine ohnehin schon schwerwiegende Krise; Anfang 2026 waren 7,9 Millionen Menschen in Venezuela auf humanitäre Hilfe angewiesen. Politische Unruhen, sozioökonomischer Niedergang und überlastete öffentliche Dienste haben zur größten humanitären Krise in Südamerika und zu einer der weltweit größten Migrationskrisen geführt. Seit 2014 sind mehr als 6,7 Millionen Venezolaner in lateinamerikanische und karibische Länder geflohen – von insgesamt fast 8 Millionen, die Venezuela verlassen haben.