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Angesichts der anhaltenden Belagerung durch die israelische Regierung, welche die Bevölkerung des Gazastreifens verhungern lässt, haben 115 Nichtregierungsorganisationen (NGOs) am Mittwoch Alarm geschlagen und die Regierungen der Welt eindringlich zum Handeln aufgefordert. Die NGOs fordern entschlossenes Handeln, darunter die Öffnung aller Landübergänge und die Wiederherstellung des uneingeschränkten Nachschubs von Lebensmitteln, sauberem Wasser, medizinischer Versorgung, Unterkünften und Treibstoff durch einen prinzipientreuen, von den Vereinten Nationen geleiteten Mechanismus.
Eine hochrangige, unabhängige Untersuchungskommission zur Krise im Sudan verurteilte am Dienstag die zahlreichen schweren Verbrechen, die von allen Kriegsparteien gegen Zivilisten begangen wurden, und verwies dabei auf beunruhigende Beweise, die darauf hindeuten, dass die Zivilbevölkerung gezielt angegriffen, vertrieben und ausgehungert wurde. Die vom UN-Menschenrechtsrat eingesetzte Untersuchungskommission zum Sudan machte auch auf die verheerende humanitäre Notlage aufmerksam, die durch den Krieg entstanden ist.
In einem neuen Bericht, der am Dienstag veröffentlicht wurde, stellt die Unabhängige Internationale Untersuchungskommission der Vereinten Nationen für die besetzten palästinensischen Gebiete, einschließlich Ostjerusalem, und Israel fest, dass Israel Völkermord an den Palästinensern im Gazastreifen begangen hat. Die Kommission forderte Israel und alle Staaten nachdrücklich auf, ihren völkerrechtlichen Verpflichtungen nachzukommen, um den Völkermord zu beenden und die Verantwortlichen zu bestrafen.
Das IPC Komitee zur Überprüfung von Hungersnöten (FRC) hat am Freitag eine Warnung herausgegeben, dass in den nördlichen Gebieten des Gazastreifens wahrscheinlich eine Hungersnot unmittelbar bevorsteht. Unterdessen wirft ein Bericht des UN-Menschenrechtsbüros (OHCHR) den israelischen Verteidigungskräften (IDF) schwere Verstöße gegen das Völkerrecht im Gazastreifen vor, von denen viele Kriegsverbrechen oder Verbrechen gegen die Menschlichkeit gleichkommen könnten.
Am 25. August jährte sich zum achten Mal der Beginn einer groß angelegten Kampagne von Gräueltaten durch die Sicherheitskräfte Myanmars im Bundesstaat Rakhine, durch die mehr als 700.000 Rohingya zur Flucht nach Bangladesch gezwungen wurden. Acht Jahre später sehen sich die Rohingya – sowohl die Flüchtlinge als auch diejenigen, die in Myanmar verbleiben – mit einer weiteren Verschlechterung ihrer ohnehin schon düsteren Lage konfrontiert.
Eine Gruppe von sudanesischen Menschenrechtsorganisationen und Berufsverbänden hat beide Kriegsparteien im Sudan beschuldigt, Gräueltaten begangen zu haben, die als Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit geahndet werden könnten. In einer an den Generalsekretär der Vereinten Nationen, António Guterres, gerichteten Petition forderte die Koalition eine Untersuchung durch den Internationalen Strafgerichtshof (IStGH).
Der Internationale Gerichtshof (IGH) hat am Freitag entschieden, dass Israel seine Militäroffensive im Gouvernement Rafah im Gazastreifen sofort einstellen und den Grenzübergang Rafah für die ungehinderte Lieferung dringend benötigter grundlegender Versorgungsleistungen und humanitärer Hilfe in ausreichendem Umfang offen halten muss. Die neuen vorläufigen Maßnahmen kommen zu einem Zeitpunkt, da sich die katastrophale humanitäre Lage im bombardierten und belagerten Gazastreifen weiter verschlechtert und nur äußerst wenige Hilfsgüter die belagerte Enklave erreichen.
Eine Untersuchungskommission der Vereinten Nationen hat einen neuen Bericht veröffentlicht, in dem festgestellt wird, dass israelische Behörden und Sicherheitskräfte palästinensische Kinder vorsätzlich ins Visier genommen haben, was zu Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen im Gazastreifen sowie zu Kriegsverbrechen im Westjordanland geführt hat. Diese Erkenntnisse folgen auf die Schlussfolgerung der Kommission aus dem vergangenen Jahr, dass Israel Völkermord an der palästinensischen Bevölkerung im Gazastreifen begangen hat.
Quellen im Iran berichten von stetig steigenden Opferzahlen durch israelische Angriffe. Berichten zufolge wurden mehr als 450 Menschen im Land getötet, darunter Dutzende Frauen und Kinder, und mehr als 1.400 Menschen sollen bei israelischen Luftangriffen und Raketenangriffen seit Freitagmorgen verletzt worden sein. Unterdessen geben die israelischen Gesundheitsbehörden an, dass seit Freitag 24 Menschen in Israel getötet und mehr als 600 durch iranische Vergeltungsschläge verletzt worden seien.
Die amtierende UN-Nothilfechefin Joyce Msuya sagt, dass was die israelischen Streitkräfte im belagerten nördlichen Gazastreifen tun, nicht weiter zugelassen werden kann. In einer Erklärung am Samstag warnte sie, dass „die gesamte Bevölkerung im Norden des Gazastreifens in Lebensgefahr ist“. Unterdessen haben israelische Truppen eines der letzten funktionierenden Krankenhäuser im Norden gestürmt, und Zivilisten, darunter Kinder und Menschen mit Behinderung, werden immer schrecklicheren Bedingungen ausgesetzt.
Tausende Palästinenser wurden seit dem Angriff palästinensischer bewaffneter Gruppen am 7. Oktober, der den Krieg Israels im Gazastreifen auslöste, von den israelischen Behörden willkürlich und heimlich inhaftiert, gefoltert und misshandelt, heißt es in einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht des Menschenrechtsbüros der Vereinten Nationen. Unterdessen gehen die israelischen Bombardierungen in weiten Teilen des Gazastreifens weiter, was zu immer mehr Toten, Verstümmelten, Verletzten, Vertriebenen und Zerstörung der zivilen Infrastruktur führt.
Nach Angaben der vom UN-Menschenrechtsrat eingesetzten Ermittler hat das Militär in Myanmar eine anhaltende Kampagne gezielter Angriffe auf Zivilisten durchgeführt, darunter Luftangriffe auf Wohnhäuser, Schulen und Lager für Vertriebene sowie willkürliche Inhaftierungen, Folter und sexuelle Gewalt. Diese Erkenntnisse sind im Jahresbericht des Unabhängigen Untersuchungsmechanismus für Myanmar (IIMM) enthalten, der den Zeitraum von Juli 2025 bis Juni 2026 abdeckt.
Das Amt der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) warnt, dass die katastrophale Lage in Gaza noch nie seit Oktober 2023 so schlimm war. Die Gräueltaten gehen in enormem Ausmaß weiter, und die begrenzten Hilfslieferungen nach Gaza reichen bei weitem nicht aus, um die mehr als zwei Millionen hungernden Zivilisten zu versorgen, nachdem Israel 80 Tage lang alle kommerziellen und humanitären Lieferungen vollständig blockiert hatte.
Der humanitäre Leiter der Vereinten Nationen, Tom Fletcher, hat am Mittwoch in einer Stellungnahme erklärt, dass die Welt Tag für Tag schreckliche Szenen miterlebt, in denen Palästinenser im Gazastreifen erschossen, verwundet oder getötet werden, nur weil sie versuchen, sich Nahrung zu beschaffen. Das UN-Menschenrechtsbüro (OHCHR) hat den Tod von mindestens 82 Palästinensern und die Verwundung von mindestens 506 weiteren Personen registriert, als diese Berichten zufolge versuchten, Lebensmittelverteilungsstellen in Rafah und Deir al Balah zu erreichen.
Derweil Israels jüngste Militäroffensive eskaliert, verschlimmert sich die Lage im Gazastreifen, wo eine menschengemachte Hungersnot bestätigt wurde und mehr als zwei Millionen Zivilisten vor einer humanitären Katastrophe betroffen sind, weiter. Anfang dieser Woche befahl Israel Hunderttausenden Zivilisten, die Stadt Gaza zu evakuieren.
Die Stadt El Fasher im sudanesischen Bundesstaat Nord-Darfur wurde am Wochenende erneut Schauplatz grausamer Gewalt, als die paramilitärischen Rapid Support Forces (RSF) ihre Angriffe auf Zivilisten fortgesetzt haben. Seit Freitagabend wurden mindestens 60 Zivilisten bei Drohnenangriffen der RSF getötet. Vorausgegangen war eine Reihe von RSF-Angriffen in der vergangenen Woche, bei denen weitere 53 Zivilisten getötet und zahlreiche weitere Personen verletzt wurden.
Die Untersuchungskommission der Vereinten Nationen zur Ukraine gibt an, dass es immer mehr Beweise für Kriegsverbrechen und mögliche Verbrechen gegen die Menschlichkeit gibt, die von Russland in seinem Angriffskrieg gegen die Ukraine begangen wurden. In ihrem mündlichen Zwischenbericht, der am Montag dem UN-Menschenrechtsrat unterbreitet wurde, zeichnete die Kommission ein Bild weit verbreiteter Menschenrechtsverletzungen gegenüber der Zivilbevölkerung und der mutwilligen, großflächigen Zerstörung wichtiger Infrastrukturen.
Die Rohingya-Gemeinschaften im nördlichen Rakhine-Staat in Myanmar sind mit Zwangsarbeit, Nahrungsmittel- und Gesundheitsnotlagen, strengen Bewegungsbeschränkungen und eskalierenden bewaffneten Konflikten konfrontiert, erklärte die Menschenrechtsorganisation Amnesty International am Montag und warnte vor voreiligen Entscheidungen zur Rückführung von Flüchtlingen aus Bangladesch. Diese Warnung kommt kurz bevor die Generalversammlung der Vereinten Nationen (GA) am Dienstag eine „Hochrangige Konferenz zur Lage der Rohingya-Muslime und anderer Minderheiten in Myanmar“ abhalten wird.
Der Menschenrechtschef der Vereinten Nationen, Volker Türk, warnte am Freitag, dass der Krieg in der Ukraine dreieinhalb Jahre nach der vollständigen Invasion Russlands in eine für die ukrainische Zivilbevölkerung noch gefährlichere und tödlichere Phase eingetreten sei, in der Schulen, Krankenhäuser und andere zivile Infrastrukturen unerbittlich bombardiert werden. Türk sagte, dass der „Krieg beendet werden muss“, da die menschlichen Opfer unter Zivilisten und Soldaten sowie deren Familien „erschütternd und herzzerreißend“ seien.
Zwischen März 2022 und Juni 2023 haben saudische Grenzschützer mindestens Hunderte von äthiopischen Migranten, Flüchtlingen und Asylbewerbern getötet, die versucht haben, die Grenze zwischen Jemen und Saudi-Arabien zu überqueren, so die internationale Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) in einem am Montag veröffentlichten Bericht. Die Menschenrechtsorganisation weist darauf hin, dass diese Tötungen, die offenbar andauern, ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit darstellen würden, falls sie als Teil einer Regierungspolitik zur Ermordung von Migranten begangen werden.