Der Bereich „Häufig gestellte Fragen“ von DONARE bietet ausgewählte Antworten auf häufig gestellte Fragen zu humanitärem Handeln, darunter zu Themen wie humanitäre Hilfe, humanitäre Krisen, humanitäre Akteure, humanitäre Finanzierung und humanitäres Völkerrecht. Eine vollständige Liste aller derzeit behandelten Fragen finden Sie hier.
Intensive israelische Luftangriffe im gesamten Libanon haben zu weitreichenden Vertreibungen und einer steigenden Zahl von Todesopfern geführt, nachdem die USA und Israel einen Krieg gegen den Iran vom Zaun gebrochen haben. Die Angriffe, die am Montag begannen, haben Zehntausende Menschen vertrieben und im ganzen Land Anlass zu dringenden Sorgen um die humanitäre Lage gegeben.
Die Vereinten Nationen haben scharf auf die Verabschiedung eines Gesetzentwurfs in Großbritannien in dieser Woche reagiert, der darauf abzielt, Asylbewerber in das afrikanische Land Ruanda abzuschieben, was einen Verstoß gegen internationale rechtliche Verpflichtungen darstellt. Nach der Verabschiedung des "Safety of Rwanda"-Gesetzes durch das britische Parlament bekräftigten zwei hochrangige UN-Vertreter ihre Besorgnis über die schädlichen Auswirkungen, die dieses Gesetz auf den Flüchtlingsschutz, die Menschenrechte und die globale Verantwortungsteilung haben wird.
Eine neue Studie des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) warnt, dass Millionen von ukrainischen Flüchtlingen und Binnenvertriebenen einer ungewissen Zukunft entgegensehen, während die Ukraine in ihr drittes Jahr des Krieges mit Russland eintritt und ihr Kampf ums Überleben zu einer langwierigen Krise zu werden droht. Unterdessen bemüht sich das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) um die Klärung des Schicksals von 23.000 vermisste Personen.
Die Vereinten Nationen haben am Freitag anlässlich des 500. Tages seit Beginn der russischen Invasion in der Ukraine die entsetzlichen Kosten für die Zivilbevölkerung beklagt, die der Krieg in diesem Land verursacht hat. Die UN-Menschenrechtsbeobachtungsmission in der Ukraine (HRMMU) bestätigte, dass seit dem russischen Angriff am 24. Februar 2022 mehr als 9.000 Zivilisten, darunter über 500 Kinder, getötet wurden.
Dem Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) ist es nach eigenen Angaben gelungen, dringend benötigte Lebensmittel und Nahrungsergänzungsmittel in die sudanesische Region Darfur zu bringen. Dies ist der erste WFP-Konvoi, der die vom Krieg zerrüttete Region seit Monaten erreicht. Die UN-Organisation warnte jedoch am Freitag, dass sich die Hungerkatastrophe in dem Land weiter verschlimmern wird, wenn die Menschen im Sudan nicht über alle möglichen humanitären Korridore - aus den Nachbarländern und über die Frontlinien hinweg - kontinuierlich mit Hilfsgütern versorgt werden.
Innerhalb weniger Wochen führte die russische Invasion der Ukraine im Februar 2022 zu einer der größten humanitären Krisen weltweit. Bis November 2025 wurden mehr als 53.000 Zivilisten als Folge des Krieges getötet oder verwundet. Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht und die internationalen Menschenrechtsnormen sind im Zuge der anhaltenden bewaffneten Angriffe weit verbreitet. Während sich die umfassende Invasion Russlands in der Ukraine der Vierjahresmarke nähert, werden die Menschen in der Ukraine weiterhin getötet, verwundet und durch die Gewalt zutiefst traumatisiert. Die zivile Infrastruktur, auf die sie angewiesen sind, wird weiterhin zerstört oder beschädigt.
Der Hohe Kommissar der Vereinten Nationen für Menschenrechte, Volker Türk, hat am Freitag gewarnt, dass sudanesische Zivilisten in größerer Gefahr seien als je zuvor, da ethnisch motivierte Angriffe der Kriegsparteien „immer häufiger“ würden. Die Warnung kommt inmitten von Berichten über eine bevorstehende Schlacht um die Kontrolle über die sudanesische Hauptstadt Khartum.
In einem neuen Bericht, der am Mittwoch veröffentlicht wurde, zeichnet die Menschenrechtsbeobachtungsmission der Vereinten Nationen in der Ukraine (HRMMU) ein düsteres Bild der Menschenrechtslage im Land. Die russische Invasion geht in den 20. Monat und die ukrainische Zivilbevölkerung zahlt mit fast 10.000 Toten und Zehntausenden von Verletzten weiterhin einen horrenden Preis, so der Bericht. In den vergangenen sechs Monaten hat der Krieg im Durchschnitt sechs zivile Opfer pro Tag gefordert.
Die Menschenrechte sind die Grundlage des Friedens, und heutzutage sind beide unter Beschuss, warnte UN-Generalsekretär António Guterres am Montag in Genf, wo er zur Eröffnung der 55. hochrangigen Sitzung des UN-Menschenrechtsrates (Human Rights Council, HRC) eine Rede hielt. Angesichts der sich verschlechternden Lage im Gazastreifen rief Guterres erneut zu einem humanitären Waffenstillstand in der palästinensischen Enklave auf.
Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, António Guterres, sagte am Freitag auf der Münchner Sicherheitskonferenz (MSC), dass die derzeitige Weltordnung nicht funktioniere und dass Millionen von Menschen einen "schrecklichen Preis" dafür zahlen. In seiner Eröffnungsrede sagte Guterres, die Welt stehe vor existenziellen Herausforderungen und die Weltgemeinschaft sei so zersplittert und gespalten wie nie zuvor in den vergangenen 75 Jahren.
Am vierten Jahrestag der vollständigen Invasion Russlands in der Ukraine reflektierten Vertreter der Vereinten Nationen über die immensen menschlichen Kosten des Konflikts und appellierten an die Welt, sich „niemals an Krieg zu gewöhnen“. Die Invasion am 24. Februar 2022 zerstörte die Friedenshoffnungen eines ganzen Kontinents, aber Krieg darf niemals zur neuen Normalität werden, sagte Annalena Baerbock, Präsidentin der UN-Generalversammlung, am Dienstag.
Die Vereinten Nationen und humanitäre Organisationen haben am Montag einen gemeinsamen Appell in Höhe von 4,2 Milliarden US-Dollar an die Geber gerichtet, um im Jahr 2024 etwa 10,8 Millionen Menschen in den vom Krieg betroffenen Gemeinden in der Ukraine, aber auch ukrainischen Flüchtlingen und ihren Gastgemeinden in der Region zu helfen. Die jüngste Welle russischer Angriffe zeigt, welche verheerenden Folgen der Krieg für die Zivilbevölkerung hat, während der bittere Winter den dringenden Bedarf an lebensrettender humanitärer Unterstützung weiter erhöht.
Eine ranghohe Vertreterin der Vereinten Nationen rief am Mittwoch zu einer Verhandlungslösung für den Konflikt im Sudan auf und betonte, es gebe keine Alternative. Unterdessen warnen UN-Organisationen vor einer Verschlechterung der Gesundheitslage im Sudan und den Nachbarländern, während immer mehr Menschen vor den eskalierenden Kämpfen zwischen den sudanesischen Streitkräften (SAF) und den paramilitärischen Rapid Support Forces (RSF) fliehen.
Der Leiter der humanitären Hilfe der Vereinten Nationen, Martin Griffiths, erklärte am Freitag, dass der Gazastreifen drei Monate nach Israels Krieg unbewohnbar geworden sei und die Helfer vor der "unmöglichen Aufgabe" stünden, mehr als zwei Millionen Menschen zu unterstützen. Ebenfalls am Freitag warnte das UN-Kinderhilfswerk (UNICEF), dass sich die Lebensbedingungen für Kinder im Gazastreifen weiter rapide verschlechtern und die Gefahr einer weiteren Zunahme der Todesfälle unter Kindern steigt, obwohl bereits Tausende von Kindern durch die Gewalt gestorben sind.
Der historische Machtwechsel in Syrien weckt Hoffnungen auf ein Ende des fast 14 Jahre andauernden brutalen Krieges und einer der größten und schwersten humanitären Krisen der Welt. Seit dem Sturz der Assad-Regierung am Sonntag haben hochrangige Vertreter der Vereinten Nationen die Chancen dieses Wendepunkts hervorgehoben, aber auch an die Realitäten erinnert und daran, dass mehr als 16 Millionen Menschen humanitäre Hilfe benötigen und mindestens 13,6 Millionen Syrer durch den Krieg vertrieben wurden.
Das Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästinaflüchtlinge im Nahen Osten (UNRWA) ruft zur Bereitstellung von 1,21 Mrd. US-Dollar auf, um auf die beispiellose humanitäre Notlage im Gazastreifen zu reagieren und den wachsenden Bedarf im Westjordanland zu decken, wo die Gewalt zunimmt. Unterdessen halten die israelischen Luft-, Land- und Seeangriffe auf weite Teile des Gazastreifens an, was zu neuen Opfern unter der Zivilbevölkerung, zu Vertreibungen und zur Zerstörung der zivilen Infrastruktur führt, auf welche die Palästinenser angewiesen sind.
Alarmierende neue Daten zur Ernährungssicherheit im Südsudan zeigen, dass 57 Prozent der Bevölkerung in der mageren Jahreszeit 2025 akut von Ernährungsunsicherheit betroffen sein werden. Drei UN-Organisationen haben am Montag gewarnt, dass Menschen, die vor dem Krieg im Sudan in den Südsudan fliehen, sowie Kleinkinder mit den höchsten Raten von Hunger und Unterernährung konfrontiert sind, während ökonomische Zwänge und Klimaextreme zu einer Verschärfung der Hungerkrise führen.
Das Blutbad im Gazastreifen hat mehr als 30.000 Tote gefordert und muss sofort beendet werden, sagte der Menschenrechtskommissar der Vereinten Nationen, Volker Türk, am Donnerstag vor dem UN-Menschenrechtsrat, nachdem Israel seit fast fünf Monaten die Enklave ununterbrochen bombardiert und die Bewohner massenhaft vertrieben wurden.
Der Leiter des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR), Filippo Grandi, hat am Montag davor gewarnt, dass sich die Vertreibungskrisen im Libanon und im Sudan verschlimmern könnten. Er wies jedoch darauf hin, dass strengere Grenzmaßnahmen, Outsourcing und Externalisierung keine Lösung bedeuteten, da sie ineffektiv seien und häufig gegen internationale rechtliche Verpflichtungen verstießen. Laut Grandi sind derzeit weltweit 123 Millionen Menschen auf der Flucht, was eine neue Rekordzahl bedeutet.