Nach Angaben der Vereinten Nationen sind mehr als eine Million Palästinenser aus der südlichsten Stadt Rafah im Gazastreifen geflohen, während die israelischen Angriffe dort trotz einer verbindlichen gerichtlichen Anordnung des Internationalen Gerichtshofs (IGH), die Offensive in Rafah unverzüglich einzustellen, weitergehen. Unterdessen torpediert die israelische Regierung ihren eigenen Vorschlag für einen vollständigen Waffenstillstand im Gazastreifen.
Die US-Amerikanerin Cindy McCain hat am Mittwoch ihr Amt als Leiterin des Welternährungsprogramms (WFP) angetreten. In ihrer ersten Stellungnahme erklärte die neue Exekutivdirektorin, ihre Prioritäten für die UN-Organisation seien die Aufstockung der Ressourcen, die Verbesserung der Wirksamkeit und die Ausweitung von Partnerschaften und Innovationen, um den Hunger weltweit zu bekämpfen.
Das Blutbad im Gazastreifen hat mehr als 30.000 Tote gefordert und muss sofort beendet werden, sagte der Menschenrechtskommissar der Vereinten Nationen, Volker Türk, am Donnerstag vor dem UN-Menschenrechtsrat, nachdem Israel seit fast fünf Monaten die Enklave ununterbrochen bombardiert und die Bewohner massenhaft vertrieben wurden.
Nahezu 4,2 Millionen Menschen in Malawi werden zwischen Mai und September 2024 voraussichtlich von einem hohen Maß an akuter Ernährungsunsicherheit betroffen sein, darunter 56.000 Menschen in IPC-Phase 4 (Notlage) und 4,1 Millionen Menschen in IPC-Phase 3 (Krise), so die neueste IPC-Analyse. In der am Freitag veröffentlichten Untersuchung wird hervorgehoben, dass die meisten Menschen, die sich in einer Krisen- oder Notsituation des Hungers befinden, nicht in der Lage sind, ausreichend eigene Nahrungsmittel zu produzieren.
Während UN-Generalsekretär António Guterres die Resolution des Sicherheitsrats vom Montag begrüßte, die den Weg für einen konsolidierten Waffenstillstand im Gazastreifen ebnet, äußerten sich UN-Hilfsorganisationen vorsichtig optimistisch, dass der Friedensplan die Lage vor Ort verbessern werde. Am Montag billigte der Sicherheitsrat den von den Vereinigten Staaten unterstützten „Umfassenden Plan zur Beendigung des Gaza-Konflikts” und genehmigte die Einrichtung einer vorübergehenden internationalen Stabilisierungstruppe (ISF) in Gaza.
Die Zahl der durch Bandengewalt vertriebenen Menschen in Haitis Hauptstadt Port-au-Prince hat sich in den letzten fünf Monaten verdreifacht. Dies geht aus einem diese Woche veröffentlichten Bericht der Internationalen Organisation für Migration (IOM) hervor. Die zwischen Juni und August 2022 durchgeführte Erhebung identifizierte über 113.000 Binnenvertriebe (IDPs) in Haiti. Davon sind 96.000 Männer, Frauen und Kinder vor der unsicheren Lage in der Hauptstadt geflohen, die auf Gewalt zwischen Banden und soziale Unruhen zurückzuführen ist.
Weltweit gibt es Millionen Menschen, die unter humanitären Krisen leiden. Viele dieser Menschen sind dringend auf internationale Unterstützung angewiesen, um zu überleben. Die meisten dieser Menschen leiden verborgen vor den Augen der Weltöffentlichkeit. Zu Anfang des Jahres 2026 benötigten nach Schätzungen der Vereinten Nationen mehr al 240 Millionen Menschen humanitäre Hilfe und Schutz. DONARE möchte Ihre Aufmerksamkeit auf einige der schlimmsten humanitären Notsituationen in der Welt lenken.
Laut der internationalen Nichtregierungsorganisation (NGO) Aktion gegen den Hunger (Action Against Hunger) werden nur 47 Prozent des Finanzierungsbedarfs für Hunger durch das humanitäre System der Vereinten Nationen gedeckt, so dass eine Finanzierungslücke von 53 Prozent besteht. Der am Mittwoch veröffentlichte Bericht über die Finanzierungslücke im Jahr 2023 stellt außerdem fest, dass Länder, die die schlimmsten Hungerkrisen durchleben, weniger Mittel erhalten als Länder mit geringeren Hungerraten.
Die Menschen in Somalia sind mit einer der komplexesten humanitären Krisen weltweit konfrontiert. Diese Krise wird durch Konflikte, Vertreibung, Ernährungsunsicherheit, politische Instabilität, Klimakatastrophen, Armut und wirtschaftlichen Niedergang verschärft. Obwohl der humanitäre Bedarf in Somalia nach wie vor hoch ist, zwangen die gekürzten Gebermittel im Jahr 2025 humanitäre Hilfsorganisationen dazu, wichtige Programme zu reduzieren oder einzustellen, wodurch lebensrettende Maßnahmen drastisch eingeschränkt wurden. Schwere Dürrebedingungen in Somalia gefährden Millionen von Menschenleben, während die Mittel immer knapper werden.
Der Welt droht ein weiteres Jahr mit Rekordhunger, da die globale Nahrungsmittelkrise immer mehr Menschen in akute Ernährungsunsicherheit treibt, warnt das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP). In einer Erklärung diese Woche anlässlich des heutigen Welternährungstages rief die UN-Organisation zu raschen Maßnahmen auf, um die Ursachen der Hungerkrise zu bekämpfen.
Während der Krieg im Sudan weiter wütet, wurde der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen am Montag eindringlich aufgefordert, eine Wiederholung der Schrecken dieses Konflikts zu verhindern und diejenigen zu stoppen, die die Gewalt weiter schüren und damit die Instabilität in der Region verschärfen. Die eskalierende Gewalt im Sudan bringt die Zivilbevölkerung in extreme Gefahr und löst neue Wellen der Vertreibung aus, insbesondere in der Region Kordofan.
Kinder machen etwa die Hälfte aller bewaffneten Bandenmitglieder in Haiti aus, sagte die Leiterin des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen (UNICEF) am Montag und forderte, ihren Schutz zu verstärken. Unterdessen gab das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) bekannt, dass es seine Aktivitäten in Haiti angesichts der Hungerkrise, die hauptsächlich durch Gewalt und Vertreibung verursacht wird, verstärkt. Etwa 5,5 Millionen Haitianer benötigen im Jahr 2024 humanitäre Hilfe, und diese Zahl wird voraussichtlich noch steigen.
Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) warnt, dass sich die weltweite Hungerkrise weiter verschärft. Die Organisation geht davon aus, dass im kommenden Jahr 318 Millionen Menschen unter Hunger in Krisenausmaß oder Schlimmerem leiden werden – mehr als doppelt so viele wie 2019. Die Reaktion der Weltgemeinschaft bleibt jedoch „langsam, fragmentiert und unterfinanziert“.
Vertreter der Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnen vor einer akuten humanitären und medizinischen Katastrophe im Gazastreifen, da der humanitäre Raum für die Bereitstellung lebensrettender Behandlungen und Hilfsgüter immer kleiner wird. Angesichts der anhaltenden Kämpfe im Gazastreifen appellierte die UN-Gesundheitsorganisation am Dienstag eindringlich an einen besseren Zugang zu der Enklave, in der Hilfslieferungen "zu wenig und zu spät" ankommen.
Die internationalen Geber haben es versäumt, die laufenden humanitären Maßnahmen im Jemen auf dem heutigen sechsten Treffen hoher Vertreter der Geberländer in Brüssel in angemessener Weise zu unterstützen. Die angekündigten Mittel in Höhe von etwas mehr als 791 Mio. US-Dollar machen weniger als ein Drittel (29 Prozent) der 2,7 Milliarden US-Dollar aus, die in diesem Jahr im Jemen benötigt werden, um den dringenden humanitären Bedarf zu decken, einschließlich der Bedürfnisse von 9,8 Millionen Kindern.
Tausende Palästinenser wurden seit dem Angriff palästinensischer bewaffneter Gruppen am 7. Oktober, der den Krieg Israels im Gazastreifen auslöste, von den israelischen Behörden willkürlich und heimlich inhaftiert, gefoltert und misshandelt, heißt es in einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht des Menschenrechtsbüros der Vereinten Nationen. Unterdessen gehen die israelischen Bombardierungen in weiten Teilen des Gazastreifens weiter, was zu immer mehr Toten, Verstümmelten, Verletzten, Vertriebenen und Zerstörung der zivilen Infrastruktur führt.
Die Welt erlebt derzeit eine noch nie dagewesene Anzahl von humanitären Krisen. 362 Millionen Menschen auf der ganzen Welt benötigen dringend Soforthilfe. Von Konflikten und Vertreibungen bis hin zu Naturkatastrophen und Epidemien - der Bedarf an humanitärer Hilfe war noch nie so groß wie heute. Jeder hat die Möglichkeit, das Leben der von diesen Krisen betroffenen Menschen zu verbessern.
Angesichts des unvorstellbaren Leids der Palästinenser im Gazastreifen hat der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk, am Montag zur Zurückhaltung mit Blick auf den israelischen Militärangriff auf die Stadt Rafah aufgerufen. Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte warnte vor der Gefahr weiterer Gräueltaten, die von den israelischen Streitkräften im Gaza-Krieg begangen werden könnten, und forderte Israel auf, die rechtsverbindlichen Anordnungen des Internationalen Gerichtshofs zu befolgen und das humanitäre Völkerrecht in vollem Umfang einzuhalten.
Bei den israelischen Luft- und Bodenoperationen im Gazastreifen wurden seit dem 7. Oktober letzten Jahres mehr als 27.300 Menschen getötet, davon etwa 70 Prozent Frauen und Kinder, mehr als 66.000 verletzt und mindestens 8.000 werden vermisst, die meisten von ihnen vermutlich tot. Gleichzeitig droht die Not von mehr als zwei Millionen Menschen, die im Gazastreifen eingeschlossen sind und bereits mit einer humanitären Katastrophe konfrontiert sind, noch größer zu werden, nachdem 18 Geberländer beschlossen haben, die finanziellen Beiträge an die UN-Organisation für palästinensische Flüchtlinge auszusetzen.
In Anbetracht der humanitären Katastrophe, die sich im Sudan abspielt, haben die Leiter von mehr als 50 Menschenrechts- und humanitären Organisationen Alarm geschlagen und zu mehr Hilfe, Solidarität und Aufmerksamkeit für die Sudan-Krise aufgerufen. In einem offenen Brief, der am Mittwoch veröffentlicht wurde, forderten die Leiter der Nichtregierungsorganisationen (NGOs) außerdem den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen (UN SC) zum Handeln auf. Unterdessen wurde der UN-Sicherheitsrat über die anhaltenden Gräueltaten im Land und die dafür verantwortlichen Personen unterrichtet.