Am heutigen Sonntag sind 100 Tage vergangen, seit der verheerende Krieg im Gazastreifen begann, der bislang Zehntausende von Zivilisten - darunter mehr als 10.000 Kinder - das Leben kostete und Millionen von Menschen vertrieb. Vertreter der Vereinten Nationen sagen, dass sich die Palästinenser im Gazastreifen in einem Zustand der Verzweiflung befinden, nachdem sie drei Monate lang militärisch massiv angegriffen und ohne ausreichende Versorgung mit Lebensmitteln, Wasser und Medikamenten zurückgelassen wurden.
UN-Generalsekretär António Guterres hat den Zentralen Nothilfefonds der Vereinten Nationen (UN Central Emergency Response Fund - CERF) als „eine Erfolgsgeschichte der Vereinten Nationen“ beschrieben. Dem kann ich mich nur anschließen. Seit seiner Einrichtung vor siebzehn Jahren hat sich der Fonds als eine der schnellsten und wirksamsten Möglichkeiten zur Finanzierung globaler humanitärer Maßnahmen erwiesen. Es wäre sehr zu begrüßen, wenn mehr Menschen den Fonds kennen und für den CERF spenden würden.
Der zentrale Nothilfefonds der Vereinten Nationen (CERF) hat 5,9 Millionen US-Dollar bereitgestellt, um rasch auf die dringenden humanitären Nöte in Burkina Faso zu reagieren, insbesondere die von Vertriebenen. Diese Zuweisung erfolgt inmitten der anhaltenden globalen Finanzierungskrise, und angesichts der Tatsache, dass Burkina Faso zu den weltweit am stärksten vernachlässigten Vertriebenenkrisen zählt, verursacht durch Unsicherheit und klimabedingte Faktoren wie Dürren und Überschwemmungen.
Trotz des richtungsweisenden Friedensabkommens von 2016 sind bewaffnete Gruppen, die sich nicht an das Abkommen halten, weiterhin in ländlichen Gebieten präsent und setzen ihre eigenen Regeln durch, warnte der Norwegian Refugee Council (NRC) am Freitag. Die humanitäre Organisation erklärte, dass die wachsende Zahl von Kämpfern und bewaffneten Aktivitäten dieser Gruppen die Zivilbevölkerung isolieren und sie von wichtigen staatlichen Versorgungsleistungen und humanitärer Hilfe abschneiden.
In seinem jüngsten Bericht zur Lage in Gaza warnt das Amt der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA), dass die humanitären Hilfsgüter fast vollständig aufgebraucht sind, seit Israel am 2. März eine vollständige Blockade für Handelsgüter und humanitäre Hilfe in den Gazastreifen verhängt hat. Mehr als zwei Millionen Menschen sind weiterhin in dem Territorium eingeschlossen, werden bombardiert und hungern, während die israelischen Angriffe auf Zivilisten, humanitäre Helfer, UN-Mitarbeiter, Krankenhäuser und Krankenwagen ungestraft fortgesetzt werden.
Die israelischen Angriffe auf und rund um Krankenhäuser und die damit verbundenen Kampfhandlungen haben die Gesundheitsversorgung im Gazastreifen an den Rand des totalen Zusammenbruchs gebracht, so das UN-Menschenrechtsbüro (OHCHR). Die Angriffe und Maßnahmen, die auf die Zerstörung des Gesundheitssystems in Gaza abzielen, stellen eine eklatante Missachtung des humanitären Völkerrechts und der Menschenrechte dar, von denen viele auf Kriegsverbrechen oder Verbrechen gegen die Menschlichkeit hinauslaufen dürften.
Vor dem Hintergrund der Einrichtung des „Friedensrats“ durch die US-Regierung und der laufenden Gespräche über den Wiederaufbau des Gazastreifens betonten UN-Hilfsorganisationen am Freitag, dass die Menschen in Gaza sofortige Hilfe angesichts der anhaltenden humanitären Katastrophe benötigen. Die Menschen in dem Territorium kämpfen weiterhin darum, ihre Grundbedürfnisse zu decken, wobei Israels anhaltende Verstöße gegen das Völkerrecht die Ausweitung der humanitären Hilfe erheblich behindern.
In den vergangenen zehn Tagen haben heftige Regenfälle und Sturzfluten in Khyber Pakhtunkhwar, Gilgit-Baltistan und Kaschmir nach Angaben der Behörden 400 Menschen getötet und mehr als 190 weitere verletzt. Während mehr als 20.000 Menschen aufgrund der Überschwemmungen weiterhin obdachlos sind, sagt der pakistanische Wetterdienst ein neues Monsunsystem voraus, das in den kommenden Tagen weitere heftige Regenfälle bringen soll.
Am 13. Februar ist es eine Woche her, dass die türkisch-syrische Grenzregion von zwei verheerenden Erdbeben heimgesucht wurde. Die Region, in der mehr als 36.000 Menschen ums Leben kamen und Hunderttausende obdachlos sind, befindet sich nach wie vor im Griff einer wachsenden humanitären Krise. Mehr als eine Woche nach den schweren Erdbeben in der Südtürkei haben Rettungsteams am Montag Überlebende aus den Trümmern gerettet.
Das Amt der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) warnt vor weit verbreitetem Hunger und Unterernährung bei Kindern im Nordosten Nigerias, wo im nächsten Monat die magere Jahreszeit beginnt. Etwa 4,3 Millionen Menschen in den von Konflikten betroffenen Bundesstaaten Borno, Adamawa und Yobe werden voraussichtlich zwischen Juni und August von schwerem Hunger betroffen sein.
Nach der Ankündigung der israelischen Regierung am Dienstag, die Arbeit führender internationaler Nichtregierungsorganisationen (NGOs) im Gazastreifen auszusetzen, forderten UN-Organisationen und über 200 internationale und lokale NGOs in den besetzten palästinensischen Gebieten (OPT) die Behörden auf, diese Entscheidung zu revidieren. Die Hilfsorganisationen betonten, dass internationale NGOs eine entscheidende Rolle bei der Bereitstellung lebensrettender Hilfe spielen und dass ihre Aussetzung die humanitären Maßnahmen erheblich beeinträchtigen würde.
Das Amt der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) hat am Donnerstag eine Warnmeldung bezüglich der Auswirkungen bewaffneter Gewalt auf Zivilisten im Südosten der Zentralafrikanischen Republik (ZAR) herausgegeben. Obwohl sich die Lage in einigen Teilen des Landes verbessert hat, verschärft die Gewalt die Situation in mehreren Regionen weiterhin, darunter auch im Südosten, wo etwa 50.000 Menschen humanitäre Hilfe benötigen.
Vertreter der Vereinten Nationen haben zu internationaler Unterstützung aufgerufen, um Simbabwe bei der Bewältigung der humanitären Auswirkungen einer historischen Dürre zu helfen, durch die 7,6 Millionen Menschen von akutem Hunger bedroht sind. Mehr als die Hälfte der Ernte wurde durch eine Dürre vernichtet, die durch den wärmenden El Niño im Zeitraum 2023-2024 verursacht wurde.
Da das Horn von Afrika mit den Auswirkungen einer historischen Dürre, von Konflikten und wirtschaftlichen Schocks zu kämpfen hat, haben die Geberländer auf einer von den Vereinten Nationen unterstützten Geberkonferenz heute angekündigt, 2,4 Milliarden US-Dollar bereitzustellen, um lebensrettende und lebenserhaltende Hilfe für fast 32 Millionen Menschen in Äthiopien, Kenia und Somalia zu leisten, die von Hunger betroffen sind. Allerdings benötigt die humanitäre Gemeinschaft in diesem Jahr 7 Mrd. USD für humanitäre Hilfe und Schutz für die von Dürre und Konflikten betroffenen Menschen.
Während humanitäre Hilfsorganisationen weltweit den zweiten Jahrestag des Beginns des unerbittlichen und weitgehend ignorierten Krieges im Sudan markierten, wurden aus dem Flüchtlingslager Zamzam in der Nähe der Stadt El Fasher im sudanesischen Bundesstaat Nord-Darfur Berichte über schwerste Gräueltaten mit Hunderten von Todesopfern unter der Zivilbevölkerung und Massenvertreibungen gemeldet. Zuvor war berichtet worden, dass bewaffnete Gruppen, die den Rapid Support Forces (RSF) angehören, am Wochenende die Kontrolle über das Lager übernommen hatten.
Der Juli war der Monat mit den meisten zivilen Opfern in der Ukraine seit Oktober 2022, teilte die Menschenrechtsbeobachtungsmission der Vereinten Nationen in der Ukraine (HRMMU) am Freitag mit. Koordinierte Angriffe der russischen Streitkräfte in der gesamten Ukraine am 8. Juli, bei denen an einem einzigen Tag Dutzende von Menschen getötet wurden, machten den vergangenen Monat zu einem besonders tödlichen Monat.
Die Vereinten Nationen (UN) und ihre humanitären Partner haben zur Solidarität mit den von der Dürre betroffenen Menschen im südlichen Afrika aufgerufen und an die internationale Gemeinschaft appelliert, rechtzeitig Soforthilfe in der Region zu leisten, zu der auch die bereits von humanitären Krisen betroffenen Länder Malawi, Madagaskar und Mosambik gehören. Mehr als 61 Millionen Menschen in der gesamten Region sind von Dürre und anderen extremen Wetterbedingungen betroffen, die durch das Wetterphänomen El Niño verursacht und durch die Klimakrise noch verschärft wurden.
Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, António Guterres, ist zutiefst besorgt darüber, dass die jüngsten Drohnenangriffe auf die Stadt Port Sudan, dem wichtigsten Zugangspunkt für humanitäre Hilfe im Sudan, die humanitäre Lage verschärfen und die Hilfsmaßnahmen in dem vom Krieg zerrütteten Land weiter erschweren könnten. In einer Erklärung, die sein Sprecher am Mittwoch veröffentlichte, warnte Guterres, dass diese erhebliche Eskalation zu zahlreichen Opfern unter der Zivilbevölkerung und zur weiteren Zerstörung wichtiger Infrastruktur führen könnte.
Millionen von Somaliern sind mit einer verschärften Ernährungsunsicherheit konfrontiert, da unterdurchschnittliche Regenfälle zwischen Oktober und Dezember 2024, die mit dem Wetterphänomen La Niña in Verbindung stehen, die jüngsten Fortschritte bei der Ernährungssicherheit zunichtezumachen drohen. UN-Organisationen warnen, dass Somalia – ein Land, das Ende 2022 am Rande einer Hungersnot schwebte – ohne sofortige Finanzierung humanitärer Maßnahmen erneut in eine schwere Hungerkrise stürzen könnte.
Angesichts der Eskalation der Feindseligkeiten in Myanmar, die durch einen Militärputsch im Jahr 2021 ausgelöst wurden, und der Tatsache, dass Millionen von Menschen in eine sich verschärfende humanitäre Krise geraten sind, forderte UN-Generalsekretär António Guterres am Freitag die Nachbarn des Landes auf, „ihren Einfluss geltend zu machen“, um Frieden und eine politische Lösung zu erreichen. Unterdessen leiden schätzungsweise eine Million Menschen in Myanmar unter den Folgen der jüngsten verheerenden Überschwemmungen.