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Am heutigen Sonntag sind 100 Tage vergangen, seit der verheerende Krieg im Gazastreifen begann, der bislang Zehntausende von Zivilisten - darunter mehr als 10.000 Kinder - das Leben kostete und Millionen von Menschen vertrieb. Vertreter der Vereinten Nationen sagen, dass sich die Palästinenser im Gazastreifen in einem Zustand der Verzweiflung befinden, nachdem sie drei Monate lang militärisch massiv angegriffen und ohne ausreichende Versorgung mit Lebensmitteln, Wasser und Medikamenten zurückgelassen wurden.
Der Leiter des Hilfswerks der Vereinten Nationen für Palästinaflüchtlinge (UNRWA) hat am Montag erklärt, dass die Zivilbevölkerung im Gazastreifen unter kollektiver Bestrafung und Zwangsvertreibung leidet, während Israel seine Bombardierungen aus der Luft, zu Lande und zur See fortsetzt und jeden Tag Hunderte von Zivilisten getötet werden. UN-Generalsekretär António Guterres verurteilte heute die Tötung von Zivilisten im Gazastreifen und äußerte seine Bestürzung über Berichte, wonach zwei Drittel der Getöteten Frauen und Kinder sind.
In Afghanistan droht sich die humanitäre Krise weiter zu verschärfen, da Hunderttausende Afghanen gezwungen werden, aus Nachbarländern zurückzukehren, und die weltweite Krise der humanitären Finanzierung das Land schwer belastet. Zahlreiche Organisationen der Vereinten Nationen haben als Reaktion auf massive Finanzierungslücken drastische Sparmaßnahmen angekündigt, nachdem die neue US-Regierung in Washington brutale Kürzungen ihrer Hilfsmittel vorgenommen hat.
Das Amt der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) hat am Dienstag berichtet, dass ein Erdrutsch, der am Sonntag das Dorf Tarsin in der Region Jebel Marra im Sudan heimgesucht hat, nach Angaben lokaler Quellen bis zu 1.000 Menschenleben gefordert haben soll. Die Tragödie ereignete sich gegen 13 Uhr an der Grenze zwischen den Bundesstaaten Zentral- und Süd-Darfur, nachdem es in der Region Sharg Aj Jabal tagelang ununterbrochen geregnet hatte.
Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) benötigt dringend finanzielle Mittel, um über 1,5 Millionen Menschen zu schützen, die in diesem Jahr nach Afghanistan zurückgekehrt sind bzw. zurückkehren mussten, darunter über 1,2 Millionen aus dem Iran. Ferner hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Afghanistan ihre Besorgnis über die Gesundheitsversorgung der afghanischen Rückkehrer, insbesondere von Frauen und Kindern, zum Ausdruck gebracht.
Während sich der Krieg in der Stadt El Obeid im sudanesischen Bundesstaat Nord-Kordofan verschärft, ist das Befüllen eines Kanisters mit Wasser für Frauen und Mädchen extrem gefährlich geworden. Tagsüber greifen Drohnen Wasserstellen an, und nachts riskieren Frauen, die sich hinauswagen, um einen Eimer zu füllen, vergewaltigt zu werden.
Das Amt der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) berichtet, dass die UN und ihre humanitären Partner trotz der zunehmenden Risiken für die Mitarbeiter von Hilfsorganisationen weiterhin dringend benötigte Unterstützung in der Ukraine leisten. Am Mittwoch wurde ein Lagerhaus des Welternährungsprogramms (WFP) bei einem Drohnenangriff auf die Stadt Dnipro beschädigt.
Eine hochrangige Vertreterin der Vereinten Nationen hat am Mittwoch gewarnt, dass „sofortige Maßnahmen“ erforderlich sind, um die Kämpfe in El Fasher, der Hauptstadt des sudanesischen Bundesstaates Nord-Darfur, zu beenden, wo Hunderttausende Zivilisten in Gefahr sind. Der brutale Krieg im Sudan dauert nun schon 17 Monate an, und ein Ende der dadurch verursachten humanitären Katastrophe ist nicht in Sicht.
Das Menschenrechtsbüro der Vereinten Nationen (OHCHR) berichtet, dass die Rapid Support Forces (RSF) brutale Angriffe auf die belagerte Stadt El Fasher und das Lager für Binnenvertriebene (IDPs) in Abu Shouk im sudanesischen Bundesstaat Nord-Darfur durchgeführt haben, in dem etwa 25.000 Kinder, Frauen und Männer leben. Bei diesen Angriffen wurden bis Mittwoch innerhalb von zehn Tagen mindestens 89 Zivilisten getötet.
Der Hunger in Myanmar hat ein alarmierendes Ausmaß erreicht, und die Situation wird sich 2025 voraussichtlich weiter verschlechtern, warnte das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) am Mittwoch. Es wird erwartet, dass in diesem Jahr schwindelerregende 15 Millionen Menschen hungern werden, gegenüber 13,3 Millionen im Jahr 2024. Die Warnung kommt, kurz bevor sich die Machtübernahme des Militärs in dem südostasiatischen Land zum vierten Mal jährt.
Die Vereinten Nationen haben einen russischen Angriff auf die ukrainische Stadt Sumy am Sonntag verurteilt, bei dem Berichten zufolge mindestens 35 Menschen, darunter zwei Kinder, getötet und mindestens 117 weitere Personen, darunter 15 Kinder, verletzt wurden. Die beiden Raketen trafen eine belebte Straße im Stadtzentrum und beschädigten Wohngebäude, eine Bildungseinrichtung und zivile Fahrzeuge, während die Menschen gerade den Palmsonntag feierten, einen wichtigen religiösen Feiertag in der Ukraine.
Vertreter der Vereinten Nationen warnen, dass der Gazastreifen in einen Zustand der Anarchie verfallen ist, der die Bemühungen um humanitäre Hilfe für Millionen von Palästinensern in verzweifelter Lage behindert. Gleichzeitig werden weiterhin israelische Bombardierungen aus der Luft, zu Lande und zu Wasser aus weiten Teilen des Gazastreifens gemeldet, die zu immer mehr zivilen Todesfällen, Verstümmelungen, Verwundungen, Vertreibungen und Zerstörungen der zivilen Infrastruktur führen.
Aufgrund der zunehmenden israelischen Luftangriffe ist die Zahl der im Gazastreifen getöteten Palästinenser auf mehr als 5.000 angestiegen, darunter mehr als 2.000 Kinder. Während sich die humanitäre Katastrophe in dem schmalen Landstreifen am Mittelmeer weiter fortsetzt, haben UN-Organisationen und humanitäre Organisationen ihre dringenden Forderungen nach einem Waffenstillstand und mehr Hilfskonvois wiederholt. Im Gazastreifen gibt es keinen Strom, kein Wasser und keinen Treibstoff, und die Lebensmittelvorräte gehen bedrohlich zur Neige.
Medienberichten zufolge wurden bei einem Angriff der bewaffneten Gruppe Jama'at Nusrat al-Islam wal Muslimin (JNIM) in der burkinischen Stadt Barsalogho am Wochenende etwa 200 Menschen getötet und weitere 140 verletzt. Der schreckliche Vorfall erfolgte zu einem Zeitpunkt, an dem große Teile Burkina Fasos von nichtstaatlichen bewaffneten Gruppen (NSAGs) kontrolliert werden und mehr als eine Million Menschen in Dutzenden von blockierten Städten im zentralen Sahelland eingeschlossen sind.
Der UN-Nothilfekoordinator hat am Montag scharfe Kritik an der internationalen Gemeinschaft geübt und davor gewarnt, dass die humanitäre Katastrophe im Sudan durch die weltweite „Untätigkeit“ verschärft werde, obwohl das Ausmaß der Krise klar erkennbar sei. Beispiellose 33,7 Millionen Menschen, darunter mehr als 20 Millionen Kinder, benötigen derzeit humanitäre Hilfe und Schutz infolge des Krieges, der vor mehr als drei Jahren begann.
Das Amt der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) warnt, dass trotz des Waffenstillstands im Gazastreifen UN-Mitarbeiter und -Einrichtungen weiterhin unter Beschuss stehen, was ein inakzeptables Risiko für ihre Sicherheit darstellt. Unterdessen dauern die Angriffe auf Zivilisten an: Seit Inkrafttreten des Waffenstillstands am 10. Oktober wurden mehr als 340 Menschen getötet und über 880 Personen durch israelische Streitkräfte verletzt.
Das Amt der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) hat am Montag vor einer dramatischen Verschlechterung der Lage in El Fasher, der Hauptstadt des sudanesischen Bundesstaates Nord-Darfur, gewarnt. Diese Warnung erfolgt vor dem Hintergrund von Berichten, wonach die Rapid Support Forces (RSF) am Sonntag das Hauptquartier der sudanesischen Armee in der Stadt eingenommen haben.
Während UN-Generalsekretär António Guterres die Resolution des Sicherheitsrats vom Montag begrüßte, die den Weg für einen konsolidierten Waffenstillstand im Gazastreifen ebnet, äußerten sich UN-Hilfsorganisationen vorsichtig optimistisch, dass der Friedensplan die Lage vor Ort verbessern werde. Am Montag billigte der Sicherheitsrat den von den Vereinigten Staaten unterstützten „Umfassenden Plan zur Beendigung des Gaza-Konflikts” und genehmigte die Einrichtung einer vorübergehenden internationalen Stabilisierungstruppe (ISF) in Gaza.
Hilfsorganisationen der Vereinten Nationen und Nichtregierungsorganisationen (NGOs) rufen dringend zu internationaler Hilfe auf, da Afghanistan inmitten der andauernden humanitären Notlage und Menschenrechtskrise eine der größten Rückkehrerbewegungen der jüngeren Geschichte erlebt. Nach den neuesten UN-Zahlen sind allein im Jahr 2025 mehr als 2,2 Millionen Afghanen aus dem Iran und Pakistan in ihre Heimat zurückgekehrt oder wurden zur Rückkehr gezwungen. Über 1,8 Millionen kamen bislang aus dem Iran und fast 400.000 aus Pakistan.
Die Vereinten Nationen gehen davon aus, dass seit Ende Oktober in Myanmar mehr als 578.000 Menschen durch Kämpfe und Luftangriffe vertrieben wurden, obwohl die Zahlen aufgrund von Kommunikationsausfällen schwer zu überprüfen sind. In seinem jüngsten Lagebericht, der am Freitag veröffentlicht wurde, berichtet das UN-Amt für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA), mehr als zwei Drittel des Landes seien von den Kämpfen zwischen den Streitkräften Myanmars (MAF) und nichtstaatlichen bewaffneten Gruppen betroffen.